Die Erde geht auf
Artemis II, die jüngste NAS- Mission machte es möglich: Erstmals gibt es Foto, das die aufgehende Erde zeigt. Vom Mond aus betrachtet.
Auch dieses Foto erinnert uns daran, wie einzigartig schön und kostbar der blauer Planet Erde ist. Und wie lebendig: Denn selbst in dem unweit des NASA-Geländes gelegenen Naturschutzgebiet freuen sich viele nichtmenschlichen Mitbewohner ihres Lebens: Seeadler, Schildkröten, Echsen, Wildschweine und viele andere mehr. Das Foto oben legt davon Zeugnis ab. Denn auf der NASA-Website findet man neben vielen anderen Fotos auch manche Naturfotographien. Nicht nur tropische Wirbelstürme sondern auch die Natur von nebenan.
Der Wert der Natur steht in der Raumfahrt nur selten im Zentrum. Dennoch verdanken wir der Raumfahrt ein wichtiges Aha-Erlebnis. Als die Erde z um ersten Mal aus dem Weltall fotografiert wurde, ging ein Staunen um die Welt. Und für einen kurzen Augenblick empfand das Weltbewusstsein ein wenig Staunen und Ehrfurcht. Wir alle verstanden, wie klein, wie kostbar und wie zerbrechlich unser Heimatplanet Erde ist.
Die Erde aus dem Weltall fotografiert Mai 1969 (Apollo 2 Mission) Copyright: (NASA).
Jetzt also ist die Menschheit endlich auch hinterm Mond. Und wir wissen jetzt auch, wie es aussieht, wenn – vom Mond aus betrachtet, die Erde aufgeht
Doch was genau suchen wir dort oben?
Starlink II ist der Auftakt für die nächste „ganz großen Beschleunigung“. Die Erde ist uns zu klein geworden. Daher gibt immer mehr staatliche und nichtstaatliche Akteure, die es gar nicht abwarten können den Mond, den Mars und (wenn möglich) das GANZE UNIVERSUM zu besiedeln. Der Weltraum ist (neben den Weltmeeren und den Polarregionen) Sehnsuchtsort globalen „Standortwettbewerbes“.
Das ist teuer
Die Kosten nur für Artemis 2 lieben nach Expertenschätzungen bei ca. vier Milliarden Dollar belaufen.
Das Apollo-Programm (von wann bis wann? hat insgesamt rund 28 Milliarden Dollar gekostet, das wären heutzutage etwa 280 Milliarden.
Angesichts der Tatsache, dass sich die drittgrößte Industrienation der Welt (Deutschland) sein Gesundheitssystem oder ausreichend Klimaschutz leisten kann, sind die Kosten für die ins unendliche wachsenden Weltraumträume eher ein Welt-Alptraum. Nicht nur finanziell, sondern auch ökologisch: Jeder Euro, der heute ausgegeben wird, hat einen viel zu großen ökologischen Rucksack. Wir leben, als ob wir drei bis vier Erden im Rucksack hätten. Eine absolute Entkopplung ist nicht in Sicht.
GRÖSSEN-WAHN-SINN
Auf Starlink II sollen – das ist der Plan – Starlink III und IV und V und VI und VII.. https://www.nasa.gov/humans-in-space/artemis/ folgen.
Starlink-Ziel ist die Vorbereitung der dauerhaften Besiedlung des Mondes. Dieser Plan wird derzeit von vielen Großmächten und einer wachsenden Zahl von Unternehmen befeuert, die daran verdienen wollen. Die Entwicklung von Transportern und Robotern, mit denen Hilfe der Mond besiedelt, erforscht und ausgebeutet werden soll, sind z.B. schon in der Testphase. Das kann man auf der NASA-Website alles nachlesen.
Die Besiedelung des Universums von der manch ein Milliardäre träumt, wird also – wenn kein Wunder geschieht – die Lebensgrundlagen für uns Erdlinge – die gemeinschaft aller menschlichen und mehr-als-menschlichen Lebewesen) weiter zerstören.
Schon heute befinden sich über 15.000 Satelliten im Weltall, versorgen uns mit Daten und Internet, helfen Kriege zu führen und Taifune zu beobachten und hinterlassen auch nach ihrem Ableben Spuren. Die Globalvermüllung der Welt durch „mankind“ macht vor dem Weltraum nicht halt.
Das ist erst der Anfang!
„SpaceX hat bei der US-Regulierungsbehörde FCC einen Antrag auf Genehmigung für weitere 1 Million Satelliten im Orbit eingereicht. Ziel ist es, diese neue Satellitenflotte als orbitale Rechen- und Datenzentren einzusetzen, um Künstliche Intelligenz (KI) zu betreiben – die Vision: Der Start von einer Million Satelliten, die als orbitale Datenzentren agieren, ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer Zivilisation vom Typ Kardaschow II – einer Zivilisation, die die volle Energie der Sonne nutzen kann, KI-gesteuerte Anwendungen für Milliarden von Menschen heute unterstützt und die multi-planetare Zukunft der Menschheit unter den Sternen sichert.“
Elon Musk, den viele für einen der Mitverursacher dieses Geschehens halten, hat für diesen Plan interessante Gründe. Das Buch „Muskismus“ von Quinn Slobodian liefert hier interessante Hinweise. Musk möchte offensichtlich den Geistern, die er selber rief, entkommen. Seine Befürchtung: KI wird als Superintelligenz unser aller „ES“ repräsentieren. Dieses von der Menschheit selbst erschaffene (programmierte) Monster wird dann alle negativen menschlichen Eigenschaften haben, die sich auf Social Media entwickeln durften. Wer möchte da schon noch auf der Erde bleiben?
Mit ein wenig Distanz betrachtet und ein wenig mehr Boden unter den Füssen (wie die Schildkröte oben), fragen wir uns also: Wer sucht eigentlich dort oben WAS? Und wen sollten wir auf den Mond schicken?
Gibt es dort oben vielleicht die Schönheit, den Sinn, die Lebendigkeit, das Glück, die Selbstwirksamkeit, den Flow, die Gemeinschaft, die Würde… die wir hier auf Erden vermissen?
Schicken wir Raketen zum Mond weil wir den Boden unter den Füßen nicht mehr spüren – oder verloren haben? Weil wir die Erde als Zuhause nicht lieben und respektieren?
Bleibt zu hoffen, dass der eigentliche Sinn dieser „Mission“ guten Endes nicht darin liegt, uns noch weiter von uns selber und der Natur (deren Teil wir sind) zu entfremden, sondern dass sie uns hilft auf Erden ganz und gar anzukommen.
Die Mission lautet dann nicht „einmal hinterm Mond und zurück“ – sondern endlich zurück! Und auf der Erde ankommen.
Einmal hinterm Mond – und zurück und:
Endlich auf der Erde ankommen!
Die Erde geht auf
Artemis II, die jüngste NAS- Mission machte es möglich: Erstmals gibt es Foto, das die aufgehende Erde zeigt. Vom Mond aus betrachtet.
Auch dieses Foto erinnert uns daran, wie einzigartig schön und kostbar der blauer Planet Erde ist. Und wie lebendig: Denn selbst in dem unweit des NASA-Geländes gelegenen Naturschutzgebiet freuen sich viele nichtmenschlichen Mitbewohner ihres Lebens: Seeadler, Schildkröten, Echsen, Wildschweine und viele andere mehr. Das Foto oben legt davon Zeugnis ab. Denn auf der NASA-Website findet man neben vielen anderen Fotos auch manche Naturfotographien. Nicht nur tropische Wirbelstürme sondern auch die Natur von nebenan.
Der Wert der Natur steht in der Raumfahrt nur selten im Zentrum. Dennoch verdanken wir der Raumfahrt ein wichtiges Aha-Erlebnis. Als die Erde z um ersten Mal aus dem Weltall fotografiert wurde, ging ein Staunen um die Welt. Und für einen kurzen Augenblick empfand das Weltbewusstsein ein wenig Staunen und Ehrfurcht. Wir alle verstanden, wie klein, wie kostbar und wie zerbrechlich unser Heimatplanet Erde ist.
Die Erde aus dem Weltall fotografiert Mai 1969 (Apollo 2 Mission) Copyright: (NASA).
Jetzt also ist die Menschheit endlich auch hinterm Mond. Und wir wissen jetzt auch, wie es aussieht, wenn – vom Mond aus betrachtet, die Erde aufgeht
Doch was genau suchen wir dort oben?
Starlink II ist der Auftakt für die nächste „ganz großen Beschleunigung“. Die Erde ist uns zu klein geworden. Daher gibt immer mehr staatliche und nichtstaatliche Akteure, die es gar nicht abwarten können den Mond, den Mars und (wenn möglich) das GANZE UNIVERSUM zu besiedeln. Der Weltraum ist (neben den Weltmeeren und den Polarregionen) Sehnsuchtsort globalen „Standortwettbewerbes“.
Das ist teuer
Die Kosten nur für Artemis 2 lieben nach Expertenschätzungen bei ca. vier Milliarden Dollar belaufen.
Das Apollo-Programm (von wann bis wann? hat insgesamt rund 28 Milliarden Dollar gekostet, das wären heutzutage etwa 280 Milliarden.
Angesichts der Tatsache, dass sich die drittgrößte Industrienation der Welt (Deutschland) sein Gesundheitssystem oder ausreichend Klimaschutz leisten kann, sind die Kosten für die ins unendliche wachsenden Weltraumträume eher ein Welt-Alptraum. Nicht nur finanziell, sondern auch ökologisch: Jeder Euro, der heute ausgegeben wird, hat einen viel zu großen ökologischen Rucksack. Wir leben, als ob wir drei bis vier Erden im Rucksack hätten. Eine absolute Entkopplung ist nicht in Sicht.
GRÖSSEN-WAHN-SINN
Auf Starlink II sollen – das ist der Plan – Starlink III und IV und V und VI und VII.. https://www.nasa.gov/humans-in-space/artemis/ folgen.
Starlink-Ziel ist die Vorbereitung der dauerhaften Besiedlung des Mondes. Dieser Plan wird derzeit von vielen Großmächten und einer wachsenden Zahl von Unternehmen befeuert, die daran verdienen wollen. Die Entwicklung von Transportern und Robotern, mit denen Hilfe der Mond besiedelt, erforscht und ausgebeutet werden soll, sind z.B. schon in der Testphase. Das kann man auf der NASA-Website alles nachlesen.
Die Besiedelung des Universums von der manch ein Milliardäre träumt, wird also – wenn kein Wunder geschieht – die Lebensgrundlagen für uns Erdlinge – die gemeinschaft aller menschlichen und mehr-als-menschlichen Lebewesen) weiter zerstören.
Schon heute befinden sich über 15.000 Satelliten im Weltall, versorgen uns mit Daten und Internet, helfen Kriege zu führen und Taifune zu beobachten und hinterlassen auch nach ihrem Ableben Spuren. Die Globalvermüllung der Welt durch „mankind“ macht vor dem Weltraum nicht halt.
Das ist erst der Anfang!
„SpaceX hat bei der US-Regulierungsbehörde FCC einen Antrag auf Genehmigung für weitere 1 Million Satelliten im Orbit eingereicht. Ziel ist es, diese neue Satellitenflotte als orbitale Rechen- und Datenzentren einzusetzen, um Künstliche Intelligenz (KI) zu betreiben – die Vision: Der Start von einer Million Satelliten, die als orbitale Datenzentren agieren, ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Entwicklung einer Zivilisation vom Typ Kardaschow II – einer Zivilisation, die die volle Energie der Sonne nutzen kann, KI-gesteuerte Anwendungen für Milliarden von Menschen heute unterstützt und die multi-planetare Zukunft der Menschheit unter den Sternen sichert.“
Elon Musk, den viele für einen der Mitverursacher dieses Geschehens halten, hat für diesen Plan interessante Gründe. Das Buch „Muskismus“ von Quinn Slobodian liefert hier interessante Hinweise. Musk möchte offensichtlich den Geistern, die er selber rief, entkommen. Seine Befürchtung: KI wird als Superintelligenz unser aller „ES“ repräsentieren. Dieses von der Menschheit selbst erschaffene (programmierte) Monster wird dann alle negativen menschlichen Eigenschaften haben, die sich auf Social Media entwickeln durften. Wer möchte da schon noch auf der Erde bleiben?
Mit ein wenig Distanz betrachtet und ein wenig mehr Boden unter den Füssen (wie die Schildkröte oben), fragen wir uns also: Wer sucht eigentlich dort oben WAS? Und wen sollten wir auf den Mond schicken?
Gibt es dort oben vielleicht die Schönheit, den Sinn, die Lebendigkeit, das Glück, die Selbstwirksamkeit, den Flow, die Gemeinschaft, die Würde… die wir hier auf Erden vermissen?
Schicken wir Raketen zum Mond weil wir den Boden unter den Füßen nicht mehr spüren – oder verloren haben? Weil wir die Erde als Zuhause nicht lieben und respektieren?
Bleibt zu hoffen, dass der eigentliche Sinn dieser „Mission“ guten Endes nicht darin liegt, uns noch weiter von uns selber und der Natur (deren Teil wir sind) zu entfremden, sondern dass sie uns hilft auf Erden ganz und gar anzukommen.
Die Mission lautet dann nicht „einmal hinterm Mond und zurück“ – sondern endlich zurück! Und auf der Erde ankommen.