Christine Ax

Über Christine Ax

Ökonomin, Philosophin, Wissenschaftlerin, Autorin. Christine Ax forscht und schreibt seit Mitte der 90er Jahre über Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens mit einem Schwerpunkt auf lokale Ökonomie, Handwerk und Degrowth. Gute Arbeit, Arbeit die gut fürs Leben ist und ihren Lohn auch in sich selber trägt, als eine wichtige Quelle von Wohlstand und Glück ist für Christine Ax eine nachhaltige Alternative zu dem mit Ressourcen- und Energieverbrauch verbundenen Konsum.

Gerade neu augelegt: John Ruskin:  Unto This Last  – mit einem Vorwort von Christine Ax  

John Ruskin: Ein inspirierender Denker der Nachhaltigkeit

Der Kapitalismus ist am Ende. Wir sind mitten in einem Übergang. Wohin? John Ruskin [1] und seine Freunde von der Arts-and-Crafts-Bewegung legten Mitte des 19. Jahrhunderts Zeugnis ab von den zerstörerischen Kräften des Übergangs von einer feudalen Gesellschaft zur Industriegesellschaft. Eine Gesellschaft, in der das Kapital und die Maschine die Herrschaft über alle Lebensbereiche übernahmen. Ein Regime, das inzwischen die ganze Welt kolonialisierte und ihrem totalitären Herrschaftsanspruch unterwarf.

John Ruskin war einer der ersten und klügsten Kritiker einer Wirtschaftswissenschaft, die sich damals noch Moralphilosophen nennen durften. Er entzaubert den chiliastischen Glauben an die „unsichtbaren Hände“ des Marktes. Er tritt als Anwalt der Ausgebeuteten und Enteigneten auf. Mit beißender Satire kritisiert er seine eigene Klasse – und wird von ihr dafür mit Ausgrenzung bestraft. Und er begründet eine Werttheorie, die unglaublich modern ist.

Ruskin ist ein früher Denker der Nachhaltigkeit. Und er gehört zu den wenigen, die, wie Gandhi*, die moralische Maxime „walk the talk“ (den Worten Taten folgen lassen) für sich in Anspruch nehmen dürfen. Er setzt sein (beträchtliches) Vermögen ein, um seine Ideen zu verbreiten und um soziale Experimente – genossenschaftliches Arbeiten und Leben – zu ermöglichen. Ruskin spricht in einer Sprache, die altertümlich erscheinen mag, aber manchmal eine Kraft, Sinnlichkeit und Qualität hat, die uns verloren gegangen ist. Es lohnt sich, seine Worte und Gedanken auf uns wirken zu lassen und ihnen nachzuspüren.

Ruskin und sein Mitstreiter William Morris haben als zentrale Figuren der bis heute sehr einflussreichen Arts-and-Crafts-Bewegung viel zum Postwachstums-Diskurs beizutragen. In der Utopie „Kunde von Nirgendwo“ [2] beschreibt William Morris die Lage einer Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, weil Maschinen sie für sie erledigen. Dies ermöglicht, allen ein bedingungsloses Grundeinkommen auszuzahlen, und niemand muss arbeiten. Der inneren Leere, die diese Lebensweise mit sich bringt, sind die Menschen nicht gewachsen. Es kommt zu Aufständen und zu einer Revolution, in der die BürgerInnen ihr Recht auf Arbeit zurückerhalten. Die Wirtschaftsdemokratie, die sie etablieren, erlaubt es gemeinschaftlich darüber zu entscheiden, was die Maschinen machen dürfen und welche Arbeit ein Privileg der BürgerInnen bleibt.

Die Utopie, die Morris entwickelt, könnte man auch „Arbeit unter den Bedingungen der Freiheit“ nennen. Die Bewohner dieser befreiten Gesellschaft leben als Künstler, Handwerker, Philosophen oder Landwirte und im Frieden mit den Tieren und der Natur. Sie gehen den Tätigkeiten nach, die sie um ihrer selbst willen gerne tun und die ihnen helfen, ihre Fähigkeiten zu leben und weiterzuentwickeln. Im Frühjahr und im Herbst fahren sie alle gemeinsam auf die Felder zum Säen und zum Ernten. Nicht der Konsum steht im Vordergrund, sondern die Liebe, die Freundschaft, Kunst und Kultur und die Pflege („caring“). Alle leben einfach, aber schön und nachhaltig.

Seine eigenen Werkstätten „Morris and Company“, die wirtschaftlich durchaus erfolgreich waren, ließen William Morris am Ende doch sehr unbefriedigt zurück. Er beklagte, dass seine Werkstätten nur „schweinischen Luxus für Reiche“ herstellten und die große Masse der Menschen sich Arts and Crafts nicht leisten konnte. Ob dies heute noch sein muss, darf allerdings mit Fug und Recht angezweifelt werden.

 Es handelt sich um eine Vision – mit zahllosen Anknüpfungspunkten an die Debatten um das bedingungslose Grundeinkommen als Antwort auf „Industrie 4.0“, um die „Cinderella-Ökonomie“ von Tim Jackson, die „Könnensgesellschaft“ von Christine Ax, die Idee eines vorsorgenden Wirtschaftens, an Gemeinwohl- und Wirtschaftsdemokratie-Konzepte oder an die Postwachstumsökonomie à la Niko Paech einbringen lässt. Ein sehr moderner und sehr anschlussfähiger Diskurs, der uns etwas geben kann, was die meisten zeitgenössischen Autoren verloren haben: die hohe ästhetische Sensibilität derer, die Zeitzeugen des Untergangs der alten (vorindustriellen, vormodernen) Gesellschaft waren.

 * Gandhis friedlicher Sieg über die Kolonialmacht England beruhte auf dem Prinzip der „Nichtkooperation“. Ein interessantes Beispiel dafür war, dass Gandhi über Jahrzehnte selber am Spinnrad Baumwolle versponnen hat und alle Inder aufforderte, es ihm gleichzutun. Er wollte sein Land unabhängig von britischen Baumwollimporten machen. Der Aufbau einer eigenen indischen Textilwirtschaft und der Boykott britischer Importwaren waren für Gandhi Symbole für die Befreiung und Ermächtigung seines Landes.

 John Ruskin: Diesem Letzten
Vier Abhandlungen über die ersten Grundsätze der Volkswirtschaft
Mit einer Einführung von Christine Ax
Westhafen Verlag, Frankfurt am Main 2017
220 Seiten, 14,95 Euro
ISBN 978-3-942836-10-4
www.westhafen-verlag.de

 

 

 

 

Dezember 2016:

In Forum und Entwicklung ist der Aufsatz  „HANDWERK UND BÄUERLICHE LANDWIRTSCHAFT – Hand in Hand für eine selbstbestimmte Wirtschaft“ erschienen. Ich habe ihn mit Anke Kähler geschrieben und er bringt manches gut auf den Punkt.

In Kürze erscheint: „Nur Leben ist Reichtum“ – Eine Einleitung in die vom Westhafen Verlag betriebene Neuerscheinung von „Unto This Last“ – das politischste Werk von John Ruskin, den ich – bekannter Maßen – sehr verehre (neben Hannah Arendt, William Morris und vielen anderen klugen Denkern und DenkerInnen).  Und der Aufsatz „Das Handwerk der Transformation“ in dem Sammelband das Hans Diefenbacher zum Thema Arbeit in der Postwachstumsgesellschaft herausgegeben hat. Es fasst die Vorträge zusammen, die bei der FEST Jahrestagung 2015 in Tübingen gehalten wurden.

Das Landleben ist nichts für „Weicheier“. Das Dorf ist auch nicht mehr das, was es mal war. Die Natur umso schöner. Kein Wunder also, dass die Berliner Landjungs auf dem Weihnachtsmarkt in Panker den Dörflern erklären und verkaufen, was das wahre Landlust-Gefühl ist. 🙂

Juni 2016: 

Mich zog es aufs Land. Ich wohne jetzt auf dem Dorf. Was zwischendurch geschah:

Mein Gutachten über Handwerk und Digitalisierung für die Enquetekommission des Landtages NRW habe ich im Juli präsentiert. Es ist hier: auf der Website des Landtages NRW herunterzuladen.

https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_I/I.1/EK/16.WP/EK_VI/16-396-Gutachten3-Ax.pdf

In Kürze erscheint eine Neuauflage Jon Ruskins Buch „Unto this Last“ im Westhafen Verlag. Ich schrieb eine lesenswerte Einleitung.

Aufsatz für das Jahresbuch von FEST – erscheint in Kürze.

Der Runde Tisch Reparatur macht viel Freude.

Vortrag beim Forum Albach über die Rückkehr der Produktion in die Stadt

 

2015

Study on Socioeconomic impacts of increased reparability, Auftraggeber EU. Die Studie ist abgeschossen und noch nicht veröffentlicht. Alles in allem belegt sie, das die Förderung der Reparatur ein wichtiger Beitrag zur Verlängerung der Nutzungsdauer ist. Was ich ja bereits 1997 in meinem Buch „Das Handwerk der Zukunft“ im Kapitel „Reparieren statt Wegwerfen“ dargelegt und 2003 – 2006 mit Partnern im Rahmen des Forschungsvorhaben „NEWET“ bewiesen hatte. Nun ja. Wir waren der Zeit schon immer voraus. Der Forschritt ist ein Schnecke.

und

„Aufgaben und Anforderungen an Forschung, Bildung und Innovation unter den Bedingungen eine lang anhaltenden Wachstumsschwäche“ für den Österreichischen Rat für Forschung und Technologieentwicklung.“ Das Ergebnis wird hoffentlich bald veröffentlicht.

2015 brachte viele weitere spannende Herausforderungen:

Vorträge u.a.

auf der EURAS Tagung in der Schweiz, der Vollversammlung der HKW Ulm, dem Science Event des Umweltbundesamtes in Wien, dem Innovatorenclub des Deutschen Städtetages, der Jahrestagung der FEST in Heidelberg, oder in der Glücksgemeinde Schömberg (Schwarzwald).

Workshops

in Brüssel, Paris und Wien, zu den Forschungsthemen Reparatur und die Zukunft von Wissenschaft, Innovation und Bildung.

Autorentätigkeiten

der Aufbau eines Nachhaltigkeitsmediums www.n21.press für SERI

regelmässige Mitarbeit an der Kolumne „Gastwirtschaft“ der Frankfurter Rundschau

Beitrag für die Seite 3 der Zeitung „Die Furche“

und sehr viele Blogeinträge www.n21.press. Die journalstische Arbeit hat viel Freude gemacht,  ich habe daher beschlossen 2016 in Deutschland weiter zu machen. Wir werden sehen.

Runder Tisch Reparatur mitgegründet 

Die Arbeit am Thema Reparatur war eine wunderbare Gelegenheit mit Detlef Vangerow wieder zusammenzuarbeiten. Mit ihm und Johanna Sydow von Germanwach und Tom Hansing und vielen anderen engagierten Menschen, haben wir im November den „Runder Tisch Reparatur“ gegründet. Am 23. November haben wir dem Staatssekretär des Umweltministeriums die Forderungen des Runden Tisches übergeben.

Highlights aus dem Bereich Handwerk

Mit großer Freude, war ich bei der Gründung der Genossenschaft „KNUST“ des Vereins „Die Bäcker“dabei. Ein wunderbare Initiative, die vor allem von Anke Kähler vorangetrieben wird. Und ich freue mich den neu gegründeten Verein  „Handwerk mit Verantwortung“ als Beirat unterstützen zu dürfen.

2014 

Rechtzeitig zur Degrowth Konferenz in Leipzig erschienen:

Christine Ax
Reise ins Land der untergehenden Sonne: Japans Weg in die Postwachstumsgesellschaft
Edition Zeitpunkt, 80 Seiten, 10 Euro, 12 SF,
ISBN Nr: 978-3-9523955-1-6

Das Büchlein ist über den Buchhandel zu beziehen. Sie können es über das Kontaktformular dieser Website direkt bei mir bestellen oder über die Website von Zeitpunkt.

Ausgewählte Publikationen

Ax, Christine (2014): Reise ins Land der untergehenden Sonne – Japans Weg in die Postwachstumsgesellschaft, Edition Zeitpunkt, ISBN Nr: 978-3-9523955-1-6
Ax, Christine (2013): Arbeit – gut fürs Leben, in: Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften (Hrsg.): Wege Vorsorgenden Wirtschaftens. Metropolis, Marburg, S. 297-310.

Ax, Christine (2013): Wachstumswahn. Was uns in die Krise führte – und wie wir wieder herauskommen. Ludwig, München.

Ax, Christine (2009): Die Könnensgesellschaft. Mit guter Arbeit aus der Krise. Rhombos, Berlin.

Ax, Christine (1997): Das Handwerk der Zukunft, Leitbilder für Nachhaltiges Wirtschaften, Birkhäuser Verlag

Vita

Christine Ax, geb. 1953 in Neunkirchen/Saar

Mutter von Christopher (geb 1987) und Catarina (geb 1995)

Grundschule und Abitur in Aachen – Neusprachliches Mädchengymnasium St. Leonhard

Studium Philosophie, Politische Wissenschaften, Volkswirtschaftslehre an der RWTH Aachen und an der Universität Straßburg, Abschluss Magister Artium

Freiberufliche Tätigkeit als Journalistin

Umweltbehörde Hamburg – Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Volontariat bei der Neuen Westfälischen

Persönliche Referentin und Redenschreiberin Umweltbehörde Bremen

10 Jahre Leitung der Zukunftswerkstatt der Handwerkskammer Hamburg (Forschung und Beratung)

Institut für Produktdauerforschung Hamburg (Selbständigkeit) – in Zusammenarbeit mit Walter Stahel und Willy Bierter (institut de la duree/product lifecyle institute)

Seit 2009 Forschung und Beratung, freie Autorin, Vortragstätigkeit

2013 – 2015 Autorentätigkeit, Vorträge, Forschung und Beratung – zeitweise am SERI Wien (Sustainable Europa Institute Vienna)

Ehrenamtliche Tätigkeiten: 

Bin e.V. (berädt Flüchtlinge bei der beruflichen Integration)

Beirat „Handwerk in Verantwortung“ und „Die Bäcker“

Landesvorstand der Grünen Hamburg

Aufsichtsrat Greenpeace

Veröffentlicht

Bücher / Books

Christine Ax, Reise ins Land der untergehenden Sonne. Japans Weg in die Postwachstumsgesellschaft,
Edition Zeitpunkt, 2014 ISBN 978-3-9523955-1-6

Christine Ax, Friedrich Hinterberger, Wachstumswahn. Was uns in die Krise geführt hat und wie wir wieder herauskommen.  360 Seiten, München, 2013

Christine Ax, Die Könnensgesellschaft,  Mit guter Arbeit aus der Krise. 230 S. Berlin 2009

Christine Ax,  Das Handwerk der Zukunft, Leitbilder für nachhaltiges Wirtschaften, Basel, Boston, Berlin 1997, 260 Seiten

H.U. Klose/Christine Ax (Hg): Das Handwerk der Zukunft in einer alternden Gesellschaft, Reihe „Demographie und Politik“, Bonn 1998

Christine Ax,  In: ZDH, BMBF Fertigung im Netzwerk. Handwerk als Hersteller kundenindividueller Produkte, ökom Verlag, München 2003

 Forschung und Entwicklung – Research Contracts

  • Study on Socioeconomic impacts of increased reparability, Auftraggeber EU, Contract Number: 17.0203/2014/SI2.692426/ENV.A1, Implementing Framework Contract No ENV.F1/FRA/2010/0044, BIO by Deloitte (FR), SERI (AT), ICF-GHK (UK). Erstellt im Rahmen eines Werkvertrages für  SERI, Sustainable Europe Research Institute, Wien, Projekt ist bgeschossen aber noch nicht veröffentlicht.
  • Aufgaben und Anforderungen an Forschung, Bildung und Innovation unter den Bedingungen eine lang anhaltenden Wachstumsschwäche, Studie für den Österreichischen Rat für Forschung und Technologieentwicklung, Wien, Werkvertrages – Projekt ist Ende 2015 abgeschlossen worden, aber noch nicht veröffentlicht.
  • NeWET – Weiter und Wiederverwendung von Elektrogeräten und ihren Teilen –ein Forschungsvorhaben mit dem Handwerk Forschungsvorhaben im Auftrag des BMBF
  • Produktionsplattform für Maßbekleidung (Mynet), Auftraggeber: Universität Bremen Forschungsvorhaben im Auftrag des BMBF  Programm: Forschung für die Produktion von Morgen
  • Produktion im Netzwerk, Netzwerkintegrierte Maßschuhfertigung Auftraggeber BMBF, Programm: Forschung für die Produktion von Morgen
  • ReUse – Aufbau regionaler Netzwerke für die Wieder- und Weiterverwendung von Computern Auftraggeber Universität Berlin Forschungsvorhaben im Auftrag des BMBF Programm: Nachhaltige Nutzungsstrategien
  • Demographischer Wandel, Chancen und Risiken für das Handwerk Auftraggeber BMBF, DLR
  • Maßproduktion statt Massenproduktion I und II Auftraggeber: BMBF, DLR
  • Zukunft des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern Auftrag des Wirtschaftsministeriums Schwerin
  • CAD-Einsatz im Bauhandwerk Auftraggeber BMBF, DLR, Programm: Humanisierung der Arbeitswelt

Artikel Essays 

Ax, Christine (2017): Nur Leben ist Reichtum, Einführung in  die Neuauflage des Buches „Unto this Last“ von John Ruskin, Westhafen Verlag 2017, S. 1-25

Ax, Christine (2017) Das Handwerk der Transformation, In: Hans Diefenbacher, Benjamin Held, Dorothee Rodenhäuser (Hg.): Ende des Wachstums – Arbeit ohne Ende? Metropolis Verlag 2017

Ax, Christine (2016) Handwerk und bäuerliche Landwirtschaft: Hand in Hand für eine selbstbestimmte Wirtschaft In: Forum Umwelt und Entwicklung 12/2016.

Ax: Arbeit – gut fürs Leben, In: Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften (Hg.), Wege Vorsorgenden Wirtschaftens, Metropolis Verlag 2013

Ax: Wo die Hand werkt, wird es menschlich, In: Zeitpunkt 115, S. 6-9  2012

C.Ax: Katalogbeitrag zur Sonder-Dauerausstellung zum Thema „Arbeit“ für das Technische Museum Wien, 2012

Christine Ax, Bildung fürs Leben, In: Postwachstumsgesellschaft, Konzepte für die Zukunft, Hg. von Angelika Zahrnt und Irmi Seidl, Metropolis Verlag 2010

Christine Ax, Arbeit für ein Konzept vom „guten Leben“, In: Jahrbuch Ökologie 2010, Hg. von G. Altner, H. Leitschuh, G. Michelsen, U. Simonis und E.U. v. Weizsäcker, S. 201 – 208, Hirzel Verlag

Christine Ax, Der Mühe Wert, In: Weleda Magazin Oktober 2010 (sehr lesenswert!)

Christine Ax, Gute Arbeit, gutes Leben, gute Zukunft – Handwerk zwischen Utopie und Wirklichkeit, In: Werkspuren 2/2009, Nummer 114, Zürich 2009,  S. 08 –16

Christine Ax, Handwerk zwischen Utopie und Wirklichkeit, in: Food for Thought, Hg: Forum Umweltbildung Wien 2009

Christine Ax, Werte sichern Zukunft – Plädoyer für ein nachhaltiges Selbstverständnis von Handwerk, In: Zentralverband des Deutschen Handwerks (Hg.), Strategien für ein Zukunftsfähiges Handwerk, S. 10 – 20, Bertelsmann Stiftung 2006

Das Handwerk der Zukunft, In: Landschaft des Wissens (Hg), Strategien des Handwerks, Sieben Portraits außergewöhnlicher Projekte in Europa, Kooperationsmodelle für eine Ökonomie der Nähe,  Hauptverlag, Bern, Stuttgart, Wien, 2005

Christine Ax, Lebenswelten Ökonomie, Sozioökonomische und soziokulturelle Aspekte, In:  ReUse-Computer, Ein Beitrag zur Entschleunigung der Ökonomie, Oekom Verlag, München 2005

Hrsg. Kulturgut e.V., Christine Ax, Wiederverwendung von Computern – Chancen und Grenzen regionaler Reuse-Strategien am Beispiel Hamburg, ISBN Nummer 393 7231 65 x, Rhombos Verlag 2004

Christine Ax,  In: ZDH, BMBF Fertigung im Netzwerk. Handwerk als Hersteller kundenindividueller Produkte, ökom Verlag, München 2003

Ax, Christine, Die Region wird, wofür sie sich hält, In: Thomas Kluge/Engelbrecht Schramm (Hrsg.): Aktivierung durch Nähe, ökom Verlag München 2003, S. 30-41

Ax, Christine (2002) A Region is Getting for which it Thinks to Be, in: Thomas     Kluge/Engelbert Schramm (eds.); Regional Approaches for sustainable Economy: Potential and Limits, Social Ecology Materials ISSN 1617-3120

Christine Ax, Slow consumption for sustainable jobs, the example of hand-crafted shoes, In: Sustainable Solutions, Developing Products and Services for the Future, Martin Charter, Ursula Tischner (Ed.), Greenleaf Publishing Ltd, ISBN 18747 19365

Christine Ax, Hamburger Möbelmacher: Von Tischlern, Künstlern und Unternehmern, In: Art Customization, New Arts and Crafts mit computergesteuerten Werkzeugen, S. 38-49, Hrsg. Hochschule für Gestaltung Offenbach/Main 2001

Christine Ax, NeWET: Network of reuse of electronical devices and their parts – final report of the preliminary investigation; NeWET: Netzwerk „Weiter- und Wiederverwendung von Elektrogeräten und ihren Teilen“; Hg: ‎Technische Universität Cottbus Lehrstuhl Neuwertwirtschaft, Cottbus 2001

Christine Ax, Umweltgerechtes Wirtschaften und ländlicher Arbeitsmarkt – Rahmenbedingungen und Beschäftigungspotentiale, in: Umweltbundesamt (Hg), Umweltschutz und Beschäftigung in ländlichen Räumen, Texte 48/99 ISSN 0722-186X

In: P. Klemmer, F. Hinterberger: Ökoeffiziente Dienstleistungen, Basel, Boston, Berlin, 1999

Christine Ax, (Hg), Werkstatt für Nachhaltigkeit – Handwerk als Schlüssel für eine zukunftsfähige Wirtschaft, „Politische Ökologie, Jg. 15, Sonderheft 9, 1998

Christine Ax, „Dienstleistungen statt Produkte – Neue Märkte für das Handwerk“, in: H.-J. Bullinger (Hrsg.): „Dienstleistungen für das 21. Jahrhundert. Gestaltung des Wandels und Aufbruch in die Zukunft“, Stutt­gart 1997, S. 557 – 586

H.U. Klose/Christine Ax (Hg): Das Handwerk der Zukunft in einer alternden Gesellschaft, Reihe „Demographie und Politik“, Bonn 1998

Christine Ax, Über das Zuviel und Zuwenig der Massenproduktion, Plädoyer für eine handwerkliche Ästhetik der Nachhaltigkeit, In: Unternehmensgrün (Hg), Von der Vision zur Praxis, Nachhaltiges Wirtschaften als Perspektive von Unternehmen, S. 113-125, Ökom-Verlag, München 1997

Christine Ax, Wochenmarkt statt Weltmarkt, Maßproduktion statt Massenproduktion. Die Bedeutung des Handwerks für den AGENDA-21 Prozeß am Beispiel Hamburg, In: Birzer, Feindt, Spindler (Hg), Nachhaltige Stadtentwicklung, Konzepte und Projekte, Economica Verlag, Bonn 1997, S. 154 – 164.

Christine Ax, Agenda 21: Hamburgs mühsamer Weg ins 21. Jahrhundert, In: Germanwatch (Hg), Lokal Handeln, Global Denken, Hamburg, 1996, S. 42 – 55

  1. Marahrens, Christine Ax, G. Buck (Hg), Stadt und Umwelt, Aspekte einer europäischen Stadtpolitik, Basel, Boston, Berlin 1991

 

Lectures

  • Universität Bremen
  • Hochschule für Gestaltung Offenbach

 

Vorträge

Christine Ax hat in den letzten 15 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz Vorträge zu folgenden Themen gehalten:
Zukunft der Arbeit

Wachstum

Handwerk der Zukunft

Handwerk/Design/Kunst

Nachhaltiges Wirtschaften

Wachstum/Postwachstum/Degrowth

Christine Ax war u.a. Gastrednerin bei

Parlamentsfraktion der Grünen in Wien

Grüne Wirtschaft, Wien

Knust e.V. (Die Bäcker)

Deutscher Städtetag (Innovatorenclub)

EURAS

FEST e.V.

Science Event des Umweltbundesamtes Wien

Bundesverband Metallhandwerk

Bundesverband der Tischler

Europäischer Drechslerverband

Wirtschafskammer Österreich

Arbeiterkammer Österreich

Bundesverband der Schuhmacher

ZDH – Kulturausschuss

Handwerksammer Unterfranken-Oberbayern

BÄKO

Fakultät Architektur Universität Düsseldorf

Grüne Oberösterreich

Umweltbundesamt

Holzcluster Oberösterreich

Schweizer Bund der WerklehrerInnen

Bundesverband der Steinmetze

StoneTec

Vorarlberger Architekturinstitut

Tage der Utopie ST. Arbogast

St. Lambrecht

Friedrich Ebert Stiftung, Urania

Stream to Degrowth Conferene Jena

International Degrowth Conference Leipzig

Grundeinkommensinitiative Hamburg

Grundeinkommensinitiative Berlin

Heinrich Böll Stiftung

Evanglischer Kirchentag Plön

Kirchlicher Dienst der Arbeitswelt Kiel

Vorarlberger Energieinstitut

Jahrestagung Fa. Gasser, Schweiz

GIZ

Jurytätigkeit

Land Tirol, Förderprogramm Handwerk Kreativ

Werkraum Bregenzer Wald

 

Über das Buch
Wachstumswahn – Was uns in die Krise führt und wie wir wieder herauskommen.

Ein Buch für alle, die verstehen wollen, was das Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte möglich gemacht, und warum das Wachstums so nicht weitergehen konnte.

Ob es uns gefällt oder nicht. Das Wachstum geht zur Neige – erst in den altindustriellen und alternden Nationen wie Japan, UK, Deutschland und früher oder später weltweit. Wir sind auf dem Weg in eine Postwachstumsgesellschaft und nichts ist dümmer, als sich auf diese Zukunft nicht vorzubereiten.

Doch nicht wachsen tut nicht weh. Sollte es uns gelingen, unsere Wohlstandniveau zu bewahren und nachhachaltig umzubauen, können wir mit sehr viel Optimismus in die Zukunft gehen.

Doch der Weg dorthin erfordert noch deutliche Korrekturen: Der Staat, die Wirtschaft und wir Bürger müssen umlernen und die Rahmenbedingungen so gestalten, dass es uns allen damit gut geht. Die Besteuerung von Ressourcen gehört ebenso dazu wie mehr Verteilungs- und Chancengerechtigkeit, Fairer Handel, ein Grundeinkommmen, weniger Konsum, nachhaltige Lebensstile und eine Stärkung der lokaen und regionalen Ökonomie, des Handwerks und solidarischer Wirtschaftsweisen.

Das Buch ist für Nicht-Volkswirte geschrieben und erklärt allgemeinverständlich und mit unterhaltsamen Einlagen das Thema Wachstum.

 

Über das Buch 
Handwerk der Zukunft   – Leitbilder für nachhaltiges Wirtschaften 

1997: 1. Auflage 1997, 264 Seiten, ISBN 3-7643-5674-X

„Es ist gut Maschinen einzusetzen, wo sie notwendig sind. Aber es ist weder klug noch notwendig Maschinen dort einzusetzen, wo sie nicht notwendig sind und es ist dumm sie dort einzustezen wo sie uns wichtiger Fähigkeiten beraufen und auf unserem Weg zum Glück im Weg stehen. Weise ist, wer es vermag, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ 

 

Das Buch als Hardcover ist vergriffen. Hier kann man das Buch als E-Book erwerben

Als E-book steht das Buch im Springer Verlag zum download und Kauf bereit – Die Autorin wurde vom Springer Verlag nicht gefragt worden und verhandelt derzeit mit Verlag – sie ist mit der Bereitstellung des Buch einverstanden aber nicht dem Preis

Rezensionen

Handwerk hat Zukunft! – Die Autorin möchte diesen Satz nicht als Werbeslogan für die Anwerbung von Auszubildenden verstanden wissen, sondern zum Nachdenken über den status quo des Handwerks anregen.

Angesichts einer allgegenwärtigen Wirtschafts- und Beschäftigungskrise macht es keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken. Dafür gibt es auch gar keinen Grund, denn schon heute weist das Handwerk strukturelle Merkmale der Nachhaltigkeit auf, die für die gesamte Branche Zukunftsperspektiven erkennen lassen, die nicht nur auf dem Papier schön klingen.
Im Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie brauchen wir eine Wirtschaft, die Beschäftigung, betriebswirtschaftlichen Erfolg und Umweltverträglichkeit miteinander verbindet – das Handwerk könnte hier zum Zeichen setzenden Hoffnungsträger werden, denn es gibt genügend Fälle, wo Handwerker bereits heute dem genannten Anspruch gerecht werden! Man denke dabei nur an Schlagworte wie «Wochenmarkt statt Weltmarkt», «Reparieren statt Wegwerfen» oder «Maßproduktion statt Massenproduktion».
Christine Ax ist ein Buch gelungen, das Theorie und Praxis auf sinnvolle und konstruktive Weise miteinander verknüpft: Solide fundierte Informationen, allgemein übertragbare Fallbeispiele und konkrete Möglichkeiten zur Umsetzung formieren sich zu einem realistischen, zukunftsweisenden Konzept und lassen das Werk zur unverzichtbaren Lektüre für alle werden, die in der Handwerksbranche ökonomisch wie politisch engagiert sind, oder sich allgemein für betriebs- und volkswirtschaftliche Fragen interessieren.

«Insgesamt aber ein Lichtblick in dem Meer von industriefreundlichen ‹Nachhaltigkeitspamphleten›.»
Der Wecker

«Es gibt wenige Verlage, deren Produktion man gewissermassen ‚blind‘ loben kann. Der (…) Birkhäuser Verlag aus Basel gehört auf jeden Fall dazu; in der Produktpalette der Schweizer finden sich immer wieder wahre Kleinode. Um ein solches handelt es sich auch bei den vorliegenden Leitbildern für nachhaltiges Wirtschaften
Paul Christian Jezek, New Business

«Christine Ax ist ein Buch gelungen, das Theorie und Praxis auf sinnvolle und konstruktive Weise miteinander verknüpft: Solide fundierte Informationen, allgemein übertragbare Fallbeispiele und konkrete Möglichkeiten zur Umsetzung formieren sich zu einem realistischen, zukunftsweisenden Konzept und lassen das Werk zur unverzichtbaren Lektüre für alle werden, die in der Handwerksbranche ökonomisch wie politisch engagiert sind, oder sich allgemein für betriebs- und volkswirtschaftliche Fragen interessieren.»
Pro Umwelt

 

Online kaufen:

Rhombos Verlag Köennensgesellschaft 

 

„Die Könnensgesellschaft“ war under den  „Top Ten 2009“ der

Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) aufgenommen

lesen sie mehr:

Pressemitteilung_Könnensgesellschaft Top Ten.pdf
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