Dürfen es ein paar Erden mehr sein?

Gelegentlich sehe ich das Heute Journal und ich frage mich, was die Heute Journal-Macher sich dabei gedacht haben, ihre Zuschauer mit fünf Erdbällen zu begrüßen?

Vielleicht: Eine reicht nicht? Stimmt. Ein Durchschnittsamerikaner verbraucht so viel Ressourcen, als ob wir mindestens 9 – wenn nicht 19 oder vielleicht sogar 900 (geschätzter Umweltverbrauch eines gewissen Präsidenten) davon im Rucksack hätten. Während  wir Deutschen „nur“ so viel Welt in Anspruch nehmen, als ob wir vier oder fünf davon im Angebot hätten.

Handelt es sich also um eine verborgene Mahnung daran, dass wir über  unsere Verhältnisse leben? Oder gibt das Bild vielleicht doch eher unserem unbewussten Wunsch Ausdruck, dass wir doch mehr Erden haben als wir bisher dachten und dass daher alles in Ordnung ist? Ist ein Bekenntnis zu „weiter so?“ – als Beitrag zu der von oben verordneten asynchronen Demobilisierung?

Es könnte auch bedeuten: Wir hätten gerne mehr davon? Das wäre – in Anbetracht der Verhältnisse in denen wir leben – auf jeden Fall sinnvoll. Denn wir sind so nahe daran die eine Erde, auf der wir leben können, für uns unbewohnbar zu machen. Sei es durch Umweltzerstörung, sei es durch radioaktiven Fall out.  Dann sagt uns das Bild: Alles gut. Wir haben noch ein paar Erden in Reserve.

Ich empfehle jedenfalls den Heute Journal-Machern näher bei der Wahrheit zu bleiben. Als Einstiegsbild empfehle ich das einzig wahre Foto unseres wunderschönen blauen Planeten, das in die Geschichte einging.

Das erste Bild das die ersten Astronauten aus dem Weltall gemacht haben und das uns erstmals vor Augen führte, wie Einzigartigkeit und schön unsere Erde ist. Ein winziger, kleiner blauer Planet, inmitten einer Unendlichkeit an  Kälte, Wüste und Nichts. Aber keineswegs ihr Zentrum.

Vielleicht würde das uns jeden Abend an das Erinnern, was wirklich wichtig ist. Die natürlichen  Grenzen  wahrzunehmen und anzuerkennen, die dem Menschen gesetzt sind.

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