Mehr Mut Ihr Hasenkinder!

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27. Januar 2017: Gleich drei Ministerien (Umwelt, Landwirtschaft, Verbraucher) luden ein: Ein Nationales Netzwerk für nachhaltigen Konsum hatte eine erste, konstituierende Sitzung in Berlin. Als Vertreterin des Runden-Tisches-Reparatur war ich dabei. Viele Vertreter von NGOs, Vereinen und Initiativen, die schon lange an diesen Themen in der Regel hoch vernetzt arbeiten, fragten sich am Ende, warum sie sich die Zeit genommen hatten, an der Veranstaltung teilzunehmen. Denn es wurde sehr schnell klar: Es handelt sich derzeit noch um reine Symbol-Politik. Weder ist das neue Zentrum für nachhaltigen Konsum am UBA mit Personal hinterlegt, noch stehen Ressourcen zu Verfügung, um diejenigen, die den nachhaltigen Konsum (gegen den Widerstand der Konzerne und der Politik) schon sehr lange voranbringen, mit zusätzlich Ressourcen auszustatten oder zu unterstützen. Ich würde darauf wetten, dass die Kosten der Papier, die zahllosen Sitzungen für die internen Ressortsabstimmungen, die Organisation der Veranstaltung und die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit mehr Geld gekostet haben, als BMU und UBA jedes Jahr für die Verbändeförderung ausgeben. Der einzige Topf der jenseits von Forschungsprogrammen in der Sache und in der Fläche wirksam wird. Da zu befürchten ist, dass am Ende nur wieder Millionen für die Forschung fließen, war ein wichtiger Hinweis aus der „Arbeitsgruppen Forschung und Wissenschaft“ der Rat innovativer zu werden. Vielleicht könnte der Bund statt geduldigem Papier mehr soziale Experimente fördern: Grundeinkommen, Neue Mobilität,  gemeinwohlorientierte und anderen selbst-verwalteten und demokratischen Wirtschaftsformen bzw. Kapitalanlageformen, Züchter die die genetische Vielfalt an Tiere und Pflanzen befördern, Neue Lebensformen, Gemeinschaftsversorgung, gemeinschaftliches Kochen und Kochschulen, Rückkauf von Land (für Bauernhand) u.a.m.. Es gäbe so viel zu tun und zu erproben. Aber: Ein bisschen Mut muss dafür haben.

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